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Abenteuer machen stark

Mehr als Meer! Mehr als eine Klassenfahrt! Wir bieten ihnen eine Segelreise die den Zusammenhalt ihrer Klasse stärkt. Durch den Einsatz verschiedener erlebnispädagogischen Methoden arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen an der Verbesserung der Kooperationsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und dem Gemeinschaftsgefühl in ihrer Klasse.
Der Aufenthalt auf dem Schiff stellt die Schüler vor Herausforderungen die ideale Lernfelder zur Persönlich-keitsentwicklung bieten und zur Stärkung sozialer Kompetenzen führen. Um diese optimal nutzen zu können, wird jeder Kurs von unserer erfahrenen Erlebnispädagogin begleitet.

Unser gemeinsames Ziel ist es, das Klassenklima zu verbessern, denn wer sich wohl fühlt lernt besser.

Leben und Lernen an Bord

Das Zusammenleben und Arbeiten auf dem Schiff bietet den Schülern die Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Angefangen bei der Akzeptanz der Eigenarten der Mitschüler mit denen sich jede/r arrangieren muß, da alle gemeinsam auf engem Raum zusammen-leben, über die Übernahme von Verantwortung des Küchendienstes beim Zubereiten der gemeinsamen Mahlzeiten, bis hin zu gemeinsam gesegelten Manövern. Dieses „sich miteinander arrangieren“ auf engem Raum ist für die meisten Kinder- und Jugendlichen eine sehr prägende Erfahrung, wird dies in unserer Gesellschaft heute so oftmals nicht mehr vorgelebt.

Gruppendynamische Prozesse nutzen

Gruppendynamische Prozesse und Spannungen, die an Bord entstehen, bieten viele Möglichkeiten, Erfahrungen im Bereich der Teamarbeit und Konfliktbewältigung zu sammeln. Gerade dieser Bereich unseres Zusatzangebotes, wird durch unsere segel-, team- und erlebnispädagogisch erfahrene Sozialpädagogin begleitet. Schwerpunkte bzw. Wünsche für diesen Teil werden vor und während der Reise mit den Klassenlehrern oder Gruppenleitern abgestimmt.

Lassen Sie uns gemeinsam diese Lernräume gestalten, damit Ihre Klassenfahrten für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Leben und Lernen an Bord

Gemeinsam segeln. Gemeinsam wohnen, arbeiten, essen und schlafen an Bord; eine besondere Situation! Einerseits kann man von Deck aus meilenweit in die Ferne sehen. Ein Gefühl von Weite und Grenzenlosigkeit und die Andeutung von Freiheit entsteht, wenn der Wind durch die Haare fährt und die Augen bis zum Horizont schauen können. Andererseits ist der Bewegungsraum auf dem Schiff sehr stark eingeschränkt. Hier stoßen die Schüler sehr schnell an die durch dieses Medium vorgegebenen Grenzen; die Kammern sind mit mehreren Personen zu teilen, Wasser und Lebensmittel sind begrenzt.

Die Weite des Meeres und der Mikrokosmos Schiff stehen also in einem Gegensatz zueinander. Die Teilnehmer werden auf dem Schiff zu einer Schiffsgemeinschaft. Dieser Schiffsgemeinschaft kann sich der oder die Einzelne nur schwer entziehen. Rückzugsmöglichkeiten sind nur eingeschränkt gegeben. Die Schiffsgemeinschaft muß sich für die Dauer des Törns miteinander arrangieren.

An Bord werden die Segel ohne Maschinenkraft gesetzt. Wenn die Schüler segeln wollen, wenn sie den nächsten Hafen erreichen wollen müssen sie an einem Strang ziehen. Die meisten Tätigkeiten an Bord sind Teamaufgaben. Die einen müssen ziehen, die anderen halten, heben oder koordinieren.

Eine Klasse oder eine Klassengemeinschaft ?

Eine Klasse stellt von sich aus nicht automatisch eine Gemeinschaft dar. Die Schüler haben sich ihre Klassen-kameraden nicht ausgesucht und, häufig sind viele unterschiedliche Charaktere vertreten. Um aus einer Klasse eine gut funktionierende Gemeinschaft zu machen, braucht es unter anderem Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und die Einsicht, dass jeder einzelne davon profitiert, wenn die Gruppe zusammenarbeitet und nicht gegeneinander. Ohne Zusammenarbeit läßt sich ein Schiff nicht segeln. Das Schiff zu segeln, bedeutet eine gemeisame Interaktion erfolgreich zu meistern.

Gruppendynamische Prozesse nutzen

Wenn gerade nicht gesegelt wird, gibt es die Möglichkeit Interaktionen durchzuführen.
Interaktionen sind zielorientierte Lösungen von problemorientierten Aufgaben oder Aktionen zur Schulung sozialer Kompetenzen, die von unserer Erlebnispädagogin durchgeführt werden. Diese können bei schlechtem Wetter unter Deck oder bei gutem Wetter abends an Land stattfinden. Diese Aktionen haben meist einen bestimmten inhaltlichen Schwerpunkt wie zum Beispiel die Verbesserung der Teamarbeit.

Von uns angebotene Interaktionen können gruppendynamische Spiele und Aktionen sein, die im Gegensatz zum Segeln, bestimmte Verhaltensweisen erproben und anschließend ausgewertet werden können.

Erlebnispädagogik – soziales Lernen fördern

„Gebt den Kindern die Gelegenheit, sich selbst zu entdecken…Lasst sie Triumph und Niederlage erleben…Weist ihnen verantwortliche Aufgaben zu…“ Kurt Hahn

Lernen und Erleben

„Eine funktionierende Klassengemeinschaft verbessert die Arbeits-atmosphäre und die Lernsituation innerhalb einer Klasse.”

Wie kann eine Klassengemeinschaft besser funktionieren? Soziales Lernen und Erlebnispädagogik sind die Stichworte zur Antwort auf diese Frage. Ein Segeltörn und ein erfahrenens Team sind die idealen Möglichkeiten einer direkten Umsetzung einer solchen Aufgaben-stellung.
Eine Methode, um diesen Prozess des sozialen Lernens effektiv zu gestalten, ist die Erlebnispädagogik. Sie geht davon aus, dass durch Erlebnisse und Aktionen und Reflexionen eine Verbesserung der sozialen Kompetenz erreicht werden kann.

Einige Ziele des sozialen Lernens sind z.B. die Fähigkeit mit anderen offen und direkt zu kommunizieren, zuzuhören, Toleranz für Andersartigkeit aufzubringen, die Bereitschaft anderen zu helfen und sich helfen zu lassen, sowie die Fähigkeit eigene Impulse zu kontrollieren, Regeln einzuhalten und Kompromisse auszuhandeln.

Viele dieser Qualitäten werden mehr und mehr unter dem Begriff Schlüsselqualifikationen auch von der Berufswelt eingefordert. Dazu gehören auch gemeinsames Planen, Entscheiden und Handeln im Team.

„Bereits in vielen Schulklassen machen sich mangelnde soziale Kompetenzen schmerzlich bemerkbar. Oft fehlt es im Umgang miteinander an ganz elementaren Dingen: Die SchülerInnen haben nie gelernt einander ausreden zu lassen und zuzuhören, sie können keine gemeinsamen Entscheidungen treffen oder gar Konflikte ohne den Einsatz massiver Beschimpfungen oder körperlicher Gewalt lösen. Dabei eignet sich die Schule eigentlich in besonderer Weise als soziales Lernfeld. Mit der Klasse besteht hier eine Struktur, in der Kinder und Jugendliche meist über Jahre hinweg Gruppenerfahrungen sammeln können.“
Aus „Abenteuer Schule“ von Rüdiger Gilsdorf und Kathi Volkert (Hrsg.)

Die Schule kann dies aufgrund von Zeitmangel und dem Vorrang von fachlichen Zielen oft nicht leisten. Eine erlebnispädagogische Klassenfahrt bietet hier die Gelegenheit sich eine Woche lang den sozialen Aspekten in der Klasse zuzuwenden.